Dienstag, 16. August 2016

Semesterferien-Projekt 5 Bücher

Angeregt durch Sophie von VersTand.Booktube und ihrer „Leseliste für die Semesterferien" habe ich mir nun auch eine ebensolche Liste erstellt. Sophie hat ihre Bücher tatsächlich blind gezogen, ich jedoch schummle ein wenig und umgehe das Risiko eines Fehlgriffs, indem ich aus meinem (langsam übermächtig werdenden) SuB die Bücher auswähle, auf die ich derzeit am meisten Lust habe bzw. die ich gerne lesen möchte. Ich erhoffe mir dadurch, nicht nur mehr zu lesen, sondern auch meinen SuB ein klein wenig abzubauen, nachdem mein Stapel Ausmaße annimmt, die nicht mehr feierlich sind. Verbinden möchte ich das ganze mit einem Buchkaufverbot, sodass es sich bei meinem „Semesterferien-Projekt" quasi um eine Verschmelzung von Sophies Leseliste und dem allseits bekannten "Project 10 Books" handelt, das ich jedoch in ein "Project 5 Books" reduziere.

In der Zeit ab jetzt bis zum Semesterferienende (17.10.) möchte ich also die nachfolgenden 5 Bücher gelesen haben und in der Zeit auch keine Bücher kaufen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, deshalb komme auch ich da nicht drum herum:

- Unibücher darf ich kaufen, denn da habe ich keine andere Wahl
- Auf geschenkte Bücher habe ich ebenfalls keinen Einfluss, deshalb sind auch die erlaubt
- Geliehene Bücher zählen nicht zum SuB, deshalb sind diese ebenfalls erlaubt
- Im Urlaub Bücher kaufen ist erlaubt, weil das ja nicht wiederholt werden kann 

Erlaubt ist es natürlich auch, zwischendrin andere Bücher zu lesen, wenn mir der Sinn danach steht. Ich werde auch versuchen, die Ausnahmen hoffentlich gar nicht erst zur Anwendung kommen zu lassen und werde euch dahingehend natürlich auch auf dem Laufenden halten. Jetzt aber erst einmal die Bücher:

Da ich bereits mit „The Emperor Commodus" von John S. McHugh begonnen habe und das sicher ziemlich langwierig wird, setze ich dieses Buch ganz oben auf die Liste. Bis jetzt ist es sehr interessant, aber da es auf Englisch ist, ist es wirklich nicht einfach zu lesen. Trotzdem möchte ich es gerne bis Mitte Oktober zuende gelesen haben.


Das zweite Buch auf meiner Liste ist "Der scharlachrote Buchstabe" von Nathaniel Hawthorne. Schon seit einer Ewigkeit will ich dieses Buch lesen und nachdem ich es nun vor Kurzem auf einem Flohmarkt ergattern konnte, wird es auch Zeit, dass ich es lese.


Das dritte Buch ist "Götz von Berlichingen" von Johann Wolfgang von Goethe. Denn mal ehrlich, was wäre eine von mir erstellte Leseliste ohne Goethe? Richtig, unvollständig. Ich hatte kurz überlegt, die „Wanderjahre" zu nehmen, aber bei meinem momentanen Lesetempo wäre das echt ambitioniert.


Als viertes kommt "Don Juan im Fegefeuer und andere Novellen" von Prosper Mérimée auf die Liste. Ein für mich gänzlich unbekannter Autor. Die Neugier ist daher umso größer und ich bin gespannt, welchen Eindruck er auf mich machen wird.


Als fünftes und letztes wähle ich wieder ein Sachbuch, nämlich "Das Gehirn in 30 Sekunden" von Anil Seth. Dieses Buch soll etwas Abwechslung mit reinbringen. Nicht nur, weil es sich um ein Sachbuch handelt, sondern auch aufgrund der Thematik.


Es ist eine ziemlich bunte Mischung herausgekommen, die theoretisch durchaus machbar ist. Mal sehen, vielleicht bietet sich zwischendrin ja auch mal ein Lesetag an. Da würde ich euch aber rechtzeitig Bescheid geben, wenn sich bei mir ein Zeitfenster öffnet.

Habt ihr auch Lust mitzumachen und euch selbst eine Liste zu erstellen? Sophie hat bestimmt nichts dagegen, wenn ihre Idee hinaus in die Welt getragen wird. ;D

Donnerstag, 11. August 2016

Classic Confessions #11: Was ist dein klassisches Lieblingsdrama?

Nach (zu) langer Abstinenz wird es endlich einmal wieder Zeit für die „Classic Confessions", veranstaltet von Antonia von Lauter&Leise. Ich finde die Aktion toll, weil sie zu den doch relativ wenigen Aktionen gehört, die ausschließlich Klassiker in den Fokus stellen. Also, schaut unbedingt bei Antonia vorbei!


Die dieswöchige Frage bereitet mir einiges Kopfzerbrechen. Lieblingsdrama? Schwierig zu sagen, wenn man, wie ich, vor kurzem herausgefunden hat, dass man kein Faible für Dramen hat. Ja, ich gestehe: mein Herz schlägt für die Epik. Was also tun? Natürlich bleibt mir an der Stelle nur eins: auf den Autor zurückgreifen, der mich nicht enttäuschen kann - Goethe! 
Das Drama „Faust" war mein erster „richtiger" und bewusster Kontakt mit Goethe und diese Tragödie war es auch, die meine Leidenschaft für seine Texte entfachte. Zwar hat mich der Text an manchen Stellen etwas überfordert und vom zweiten Teil war ich gänzlich überrascht, alles in allem hat mich der Text jedoch dermaßen begeistert, dass ich unbedingt mehr von Deutschlands größtem Dichter lesen wollte. Trotzdem gilt auch bei Goethe: mit seinen epischen Texten kann ich etwas mehr anfangen. 
Doch warum gerade „Faust" und nicht zum Beispiel „Iphigenie auf Tauris"? Obwohl ich ja bekennender Antike-Fan bin (vor allem die Römische Antike hat es mir angetan, wie treue Mitleserinnen wissen), wirkt „Iphigenie auf Tauris" doch etwas schal und monoton im Gegensatz zu „Faust", wo es doch dauernd etwas zu entdecken gibt, wenn man das mal so flach ausdrücken darf. 

Insgesamt habe ich aber auch noch gar nicht so viele Dramen gelesen bzw. die meisten, die ich in der Schule gelesen habe, habe ich bereits wieder halb vergessen, sodass es mir unsinnig scheint, sie jetzt in die Bewertung miteinfließen zu lassen. 
Zuletzt gelesen habe ich „Kabale und Liebe" von Schiller und obwohl es mich positiv überrascht hat, bezweifle ich, dass es ein Buch ist, dass sich dauerhaft in mein Gedächtnis brennt. Die Freundschaft zwischen Schiller und mir muss anscheinend erst noch wachsen. Denn obwohl ich seine Texte durchaus gut finde, fehlt ihnen der gewisse Schliff, der Goethes Texten eigen ist. 
So, aber nun will ich hier nicht in eine Goethe-Schiller-Debatte abdriften, deswegen soll es das erst einmal gewesen sein.

Dienstag, 9. August 2016

„Anna Karenina" von Lew Tolstoi

Inhalt: 

Tolstoi erzählt in drei ineinandergreifenden Geschichten von den Schicksalen verschiedener Familien. Zum einen wäre da natürlich (dem Buch auch den Namen gebend) die Tragödie um Anna Karenina und ihre Ehe mit Alexej Alexandrowitsch Karenin, sowie ihren Sohn Serjosha. Zum anderen der Erzählstrang um Lewin, der nicht nur auf der Suche nach der passenden Ehefrau ist, sondern irgendwie auch auf der Suche nach sich selbst und seinen Werten und Glaubensvorstellungen. Durch ihn wird vor allem ein politischer Aspekt mit in die Geschichte eingebracht, die das Buch von anderen Liebesgeschichten deutlich abtrennt. Verbunden werden diese beiden Haupterzählungen durch die Verbindungen zur Familie Oblonski, die ebenfalls ihre eigenen kleinen Dramen mit sich bringt. 
Diese Erzählung ist damit so breit gefächert, dass man hier durchaus von einem Gesellschaftsroman sprechen kann, der alle Facetten und Menschlichkeiten der damaligen Zeit in sich vereint. 

Meine Meinung:

Hoffnung und Tod, Liebe und Schmerz, Aufstieg und Verfall - der Mensch erlebt in seinem Leben wohl alles davon, womit ein menschliches Schicksal zumeist schon spannend genug ist. Ein Ineinanderweben von mehreren Lebensgeschichten, oder besser: Lebensabschnittsgeschichten, überzeugt vor allem durch die Mannigfaltigkeit an Möglichkeiten, wie die Menschen mit Hindernissen oder auch Chancen umgehen, die ihnen im Leben begegnen. Und genau das ist es auch, was mich an „Anna Karenina" so fasziniert an. Entgegen meiner Erwartung, es würde sich nur um die Frau Anna Karenina drehen, geht dieses Buch in seiner Dimension und Konzentration viel weiter. Auch wenn die Schwerpunkte bei Anna Karenina und Lewin liegen, sind die Ausmaße ihrer jeweiligen Geschichten so groß, dass der Leser eine Vielzahl von interessanten Charakteren kennenlernen kann: so z. B. den Lebemann und Genießer Stepan Arkadjitsch Oblonski, der zwar durchaus ein gutes Herz besitzt, trotzdem aber seine Fehler hat, und seine Frau Dolly, die in ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter komplett verwurzelt zu sein scheint, was nicht immer positiv ist, aber womit auch sie umzugehen weiß. Auch Dollys Schwester Kitty macht im Laufe der Geschichte wichtige Erfahrungen und auch sie muss lernen, worauf es (ihr) im Leben ankommt. Ihr kommt eine wichtige Rolle zu, die ich hier aber nicht verraten will. Und letztenendes natürlich Wronski, der für Annas Schicksal mitverantwortlich ist. 

Sie alle haben, und das ist das Besondere, ihre Stärken und Schwächen, sie alle begehen große oder kleine Fehler und sie alle meinen es doch irgendwie immer nur gut. Getrieben und geleitet werden sie bei ihren Entscheidungen nicht nur durch ihren eigenen Charakter und ihre persönlichen Ansichten und Werte, sondern auch durch die Normen der Gesellschaft, denen sie alle auf ihre Weise ausgeliefert sind. Manche finden ihren Weg leichter, manche müssen hingegen einen schwierigeren Weg gehen. Für manche endet es gut, manche zerbrechen daran...
Interessant ist, wie unterschiedlich dabei Männer und Frauen betroffen sind. Am deutlichsten wird dies bei Anna Karenina und Wronski (Achtung Spoiler!): Während Anna Karenina regelrecht geächtet ist, treibt sich Wronski mehr oder weniger ohne größeren Schaden weiterhin in den Klubs und der russischen Gesellschaft herum. Zwar musste auch er seine gewünschte Karriere aufgeben, doch erscheint bei weitem nicht so gefangen und eingesperrt wie Anna.  

Die Kapitel sind relativ kurz (für einen Klassiker dieses Ausmaßes), sodass mehrere Kapitel hintereinander denselben Erzählstrang weiterverfolgen. So weiß man auch am Ende eines Kapitels nicht, ob es im nächsten Kapitel mit Anna weitergeht, mit Lewin oder mit jemand ganz anderem. Alle Einzelschicksale waren dabei so faszinierend, dass ich kaum sagen kann, welche Geschichte ich am liebsten verfolgt habe. Trotzdem muss ich zugeben, dass sich vor allem Lewin in mein Herz geschlichen hat. Irgendwie weichen seine Prinzipien ja doch immer ein klein wenig von denen der anderen ab und trotzdem behält er seine Meinung. 

Tolstoi zeichnet den Menschen nicht, wie er sein soll, sondern wie er ist. Hier gibt es keinen strahlenden Helden ohne Makel: auch Anna, die Titelheldin, verliert gerne mal die Fassung, Lewin befindet sich öfter mal in einer peinlichen Lage und wird rot und auch Dolly wird das Muttersein einmal zu viel. Niemand und nichts ist perfekt - auch die Liebe und die Ehe nicht, wie schon zu Anfang klar wird. Auf jeden Liebestaumel folgt die Realität und auch in der Ehe nehmen die Flitterwochen oft ein jähes Ende. Doch es bleibt jedem selbst überlassen, wie er damit umgeht und was er daraus macht. Selbst die Gedanken der Menschen wirken so real und echt, so ungekünstelt, dass man beim Lesen das Gefühl bekommt, wirkliche Menschen und keine Scheinabbilder vor sich zu haben. 

Neben den Liebesgeschichten, die jeder Erzählstrang mit sich bringt, werden auch politische Fragen der damaligen Zeit angesprochen. Da Lewin selbst Land besitzt und sich mit der Bauernfrage beschäftigt, ist es vor allem der Agrarbereich, der unter die Lupe genommen wird. 

Meine Ausgabe besitzt hinten außerdem Worterklärungen, die sehr hilfreich und wichtig sind. Es fallen nämlich nicht nur viele Namen von wichtigen russischen Persönlichkeiten, sondern es wird auch viel auf französisch geredet. Wer, wie ich, des Französischen nicht mächtig ist, sollte darauf achten, eine Ausgabe zu wählen, die die Übersetzungen beinhaltet. Sonst kann das Lesen schnell mühsam werden. Meine Ausgabe ist aus dem Jahr 1968, wurde übersetzt von Hermann Asemissen und herausgegeben von Gerhard Dudek. An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf das ausgezeichnete Nachwort von Dudek hinweisen, dass nicht nur angenehm zu lesen und verständlich geschrieben ist, sondern wirklich eine Bereicherung darstellt. 

Fazit:     Sehr empfehlenswert

Tolstoi hat mit „Anna Karenina" einen Klassiker entstehen lassen, der weit über eine Liebesgeschichte oder einen reinen Eheroman hinausgeht. Seine Figuren sind „echte" Menschen, die der realen Welt entnommen scheinen und die russische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts zum Leben erwecken. Wer sich an diesen Wälzer wagt, wird mit Sicherheit nicht enttäuscht werden. 


Mittwoch, 3. August 2016

Das war der Juli 2016

So, nach meiner obligatorischen Abstinenz wird es langsam mal wieder Zeit, dass ich mich melde. Ein Monatsrückblick bietet sich da geradezu an. Obwohl ich auch im Juli nicht viel gelesen habe, war es lesetechnisch dennoch mein fast stärkster Monat. Im Juli habe ich endlich „Anna Karenina" von Tolstoi beendet. Das Buch war einfach phänomenal! Zwar habe ich zum Lesen etwas länger gebraucht, aber es hat sich sowas von gelohnt. Die Charaktere sind so „lebendig" und jeder auf seine Weise interessant, dass ich kaum wusste, welchen Handlungsstrang ich am liebsten mag. Besonders spannend war, wie die einzelnen Figuren miteinander in Kontakt kamen, miteinander agierten und wie sie sich zusammenfügten. Daraus entstand ein großartiges Gesellschaftsbild, in das ich vollkommen eintauchen konnte. Grandios!
Darauf folgte dann „Kabale und Liebe" von Schiller, welches ich auch schon ewig lesen wollte. Entgegen meiner Erwartung war es überraschend spannend und emotional.
Als letztes las ich „Die Betrogene" von Charlotte Link. Mal eine Abwechslung zu meinen üblichen Klassikern. Der Ausbruch aus dem Genre hat sich gelohnt, das Buch war ein richtiger Pageturner und konnte mich unglaublich mitreißen. Dies war mal wieder eine andere Art und Weise, von einem Buch gefesselt zu sein. 
Die Rezensionen zu den Büchern folgen dann die Tage. 

Angefangen habe ich außerdem „Penthesilea" von Kleist, was ich aber direkt wieder weggelegt habe. Momentan ist es einfach nicht das richtige, zumal ich mit Kleist eh meine Probleme habe. Ebenfalls begonnen habe ich „The Emperor Commodus" von John S. McHugh, welches aber nicht gerade einfach zu lesen ist, da es sich bei diesem Buch um ein englisches Sachbuch (eine englische Biografie?) handelt. Dies hat mich leider in die nächste Leseflaute geschlittert, weshalb ich in meinem Bücherregal unbedingt nach einem Buch suchen muss, das sich leicht und schnell lesen lässt...

Diesmal rührt meine Blogunlust übrigens nicht vom Stress her, sondern weil ich eine kleine Mitbewohnerin bekommen habe: Hamsterdame Lola durfte bei mir einziehen. Dementsprechend hat sich in den letzten Wochen alles um die kleine Dsungarin (eher Hybridin) gedreht. Ihr müsst zugeben: das ist eine süße Ausrede, um nicht zu bloggen. :)


 Edit 06.08.: Ich habe jetzt einfach mal ein Foto meiner Kleinen angefügt. Bis jetzt ist sie nämlich noch viel zu flink, um eine Auswahl an schönen und vielen Fotos zu haben, um einen angemessenen Beitrag über sie alleine zu füllen. Sie ist zwar dafür, dass sie erst frisch bei mir eingezogen ist (knapp 2 Wochen) schon ziemlich kamerageil, aber das sieht man eher in Videos, weniger auf Fotos. Außerdem ist die Zeitspanne auch noch zu kurz, um viele Fotos zu haben.
Auf dem Bild seht ihr sie noch in ihrem alten (kleineren) Käfig, mittlerweile ist sie in eine Detolf Vitrine umgezogen (einfach mal bei google „hamster detolf" eingeben, dann seht ihr, was ich meine). Ihren Futternapf hatte sie auch nur am Anfang, mittlerweile verteile ich ihr Futter im Käfig, damit sie Beschäftigung hat und danach „suchen" muss. Macht ihr auch sehr viel Spaß, wenn ein bisschen Zeit vergangen ist und Interesse besteht, kann ich auch mal eine „Käfigtour" machen. :) 

Montag, 18. Juli 2016

Halbzeitfazit oder Der momentane Stand der Dinge

Endlich kann ich mich wieder meinem Blog und den Büchern widmen und damit ich auf dem neuesten Stand bin (und ihr selbstverständlich auch), dachte ich mir, wäre es eine gute Gelegenheit, ein Halbzeitfazit zu ziehen. Ich bin ja eigentlich vorsatzfrei in dieses Jahr gestartet, aber wie das so ist, mache ich trotzdem bei einer Challenge mit und habe mir außerdem im Rahmen einer Blogparade 6 Bücher für 2016 vorgenommen. Leider kam ich im ersten Halbjahr nicht wirklich dazu, viel zu lesen. Aber lest selbst:

Klassiker Challenge:


Bis zum 31.05. sollten eigentlich 6 Bücher gelesen werden, sonst muss ein Strafbuch gelesen werden. Mit den 6 Büchern hat es bei mir leider nicht geklappt. "Anna Karenina" hat dann doch mehr Zeit in Anspruch genommen, als ursprünglich gedacht. Von den 12 Büchern, die ich bis zum 30.11. lesen möchte, habe ich bisher erst 5 gelesen und 4 rezensiert. Ehrlich gesagt glaube ich auch nicht mehr wirklich, dass ich das Ziel noch schaffen werde. Aufgeben werde ich aber nicht - ich lasse mich am Ende einfach überraschen.

Blogparade: 6 Buchvorsätze für 2016


Folgende Bücher habe ich mir vorgenommen, die durchgestrichenen sind bereits gelesen:

"Odyssee" von Homer
"Die Betrogene" von Charlotte Link
"Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller
"Anna Karenina" von Lew Tolstoi
"Der Briefwechsel zwischen Goethe und Schiller" hrsg. von Hermann Dollinger
"The Emperor Commodus. God and Gladiator" von John S. McHugh

Auch hier hätten es gerne mehr Bücher sein können, aber noch ist das Jahr ja nicht vorbei. "Kabale und Liebe" von Schiller habe ich gestern angefangen und werde es vermutlich heute oder morgen beenden. Am Anfang hatte ich ein paar Probleme, die Sprache ist etwas schwer zu verstehen. Jetzt wird es aber immer spannender und tragischer, sodass ich schon richtig Angst habe, weiterzulesen.

Insgesamt habe ich dieses Jahr erst 13 Bücher gelesen, wobei ich tatsächlich sogar mit weniger gerechnet hätte. Das ist dann wohl mein erstes Tief, seitdem ich den Blog betreibe. Macht aber nichts, denn freudigerweise habe ich mich mit "Anna Karenina" und der "Odyssee" an Bücher gewagt, die etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen und an sich anspruchsvoller zu lesen sind. In dieser Hinsicht wirkt sich meine Lässigkeit in Bezug auf Challenges dieses Jahr sehr positiv auf mich aus. 
Außerdem habe ich im Rahmen meines Studiums auch die ein oder anderen Texte gelesen, die nicht zwangsläufig in meinen Rückblicken gelistet sind, vor allem, wenn es sich um eher kurze Texte handelt. Meine Monatsrückblicke sind also teilweise etwas fehlerhaft, ich möchte aber ungern meine gesamte Lektüre nennen und möchte das deshalb auch in Zukunft so halten. Manche Unilektüre wird hier ihren Eingang finden, allerdings werden diese nicht extra gekennzeichnet. Der Rest fällt dann blogmäßig unter den Tisch. Aber das ist halt so.
Ich bin gespannt, wie die Bilanz am Ende des Jahres aussieht. Momentan bin ich jedenfalls wieder sehr motiviert, was das Lesen und Bücher im Allgemeinen angeht und das freut mich sehr. 

Wie sieht euer Halbzeitfazit aus? Seid ihr zufrieden mit eurem Lesepensum 
und euren gelesenen Büchern? 

Samstag, 16. Juli 2016

[Plauderei in der Studentenstube] So schafft ihr es durch die Prüfungsphase!

Die Prüfungsphase ist die Zeit im Studium, die so ziemlich jeden Studenten eiskalt erwischt und das locker-leichte Studentenleben gehörig durcheinander bringt. Jetzt sind nicht mehr die Studenten voll, sondern die Räume: die Bib, die Vorlesung, die Seminare... (Außer es handelt sich um Vorlesungen/Seminare, in denen keine Klausur stattfindet - die leeren sich in der Zeit eher. Aber dazu später mehr.) Nachdem ich nun mehr oder weniger fleißig 10 Semester studiert habe (mehr dazu hier) und mir meine Prüfungsphase immer noch in den Knochen steckt, dachte ich mir, könnte ich ja ein bisschen von meinem privaten Halbwissen abgeben. 
Ich selbst schaue mich in der Prüfungsphase gerne immer auf YouTube um, was andere Studenten so an "organisatorischen Tipps" parat haben. Die Realität sieht dann aber so aus, dass ich dieses Video nur zum Prokrastinieren (Aufschieben) benutze, die Tipps darin setze ich in der Regel nicht um. Denn: ich lerne einfach anders!

ToDo-Listen, Tagesaufgaben, Monatsplanungen usw. sehen immer schön aus und hören sich auch super an - wer aber bereits in der Schule nur ein bis zwei Tage vor den Klausuren gelernt hat, wird im Studium in der Regel (Ausnahmen gibt es immer) nicht sofort zum fleißigen Bienchen und Organisationstalent!
Wer also so wie ich eher zu spät als zu früh lernt (und das dürften, den vielen lustigen Sprüchen auf Instagram zufolge, viele sein), der findet nachfolgend vielleicht den einen oder anderen Tipp oder gut gemeinten Rat
Wie immer gilt, jeder ist anders. Sucht euch das Beste davon raus. Und: Lasst mir eure ganz persönlichen Tipps und Tricks in den Kommentaren da! Ich würde mich freuen!

1. Es kommt nicht auf die Zeit, sondern auf die Effektivität und Effizienz beim Lernen an!

In der Prüfungsphase gibt es eine Frage unter Studenten, die besonders gerne gestellt wird, nämlich: "Hast du schon mit dem Lernen angefangen?" Die Antwort, die jeder (wirklich jeder!) darauf hören will, ist selbstverständlich "Nein.". Dann weiß man, man steht nicht alleine verzweifelt da und dass noch Hoffnung besteht. Trotzdem kommt irgendwann die Phase, wo einige schon mit dem Lernen beginnen. In der Regel wird spätestens einen Monat vor den Prüfungen darauf hingewiesen, dass es nicht so schlecht wäre, spätestens jetzt mit dem Lernen anzufangen. (Ja, nette Tutoren und Dozenten weisen ihre Studenten darauf hin.) Wer jetzt mit dem Lernen anfängt, ist wirklich gut dabei und kann stolz auf sich sein. Meine Erfahrungen zeigen mir aber: die Realität sieht oft anders aus. Wer denkt, Studenten würden immer Wochen vorher mit dem Lernen anfangen, hat noch nie verzweifelte Studenten dabei beobachtet, wie sie sich innerhalb einer Woche (oder eines Wochenendes) den ganzen Stoff eines Semesters ins Hirn prügeln! Hier gilt das Sprichwort: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. 
Dieser Weg wird oft nicht als der beste angesehen, tatsächlich kann er aber ziemlich wirkungsvoll sein, denn wer zeitmäßig gesehen länger lernt, muss hinterher nicht unbedingt die bessere Note schreiben. Wer nicht mehr so viel Zeit hat, sortiert zwangsläufig Informationen aus und beschäftigt sich nur noch mit den Inhalten, die ihm wichtig vorkommen. Das Gute ist, dass die meisten Dozenten eine Woche vor ihrer Klausur das Thema noch einmal eingrenzen. Wer früher lernt, lernt eventuell auch mal Dinge, die hinterher gar nicht klausurrelevant sind. Gefährlich wird es, wenn man beim Lernen versehentlich oder wissentlich ("auf Lücke lernen") die falschen Infos rausschmeißt. Also aufpassen und die nächsten Tipps lesen!

2. Übungsblätter durcharbeiten

Ich habe früher, aus Faulheit oder um zu denjenigen zu gehören, die auch schon einen Monat früher mit dem Lernen angefangen haben, gerne einfach nur die Skripte rauf und runter gelesen oder mir die Vorlesungen im Internet noch einmal angeschaut (ist Luxus und wird nicht in allen Studiengängen und auch nicht in allen Fächern/Modulen angeboten). Tatsächlich konnte ich dann sagen, dass ich bereits viel Zeit zum Lernen aufgewandt habe, die Realität war aber, dass ich so gut wie gar nichts davon behalten habe, weil ich mich nicht wirklich mit dem Stoff auseinandergesetzt habe. Deshalb, angelehnt an Punkt 1: Nutzt eure Zeit effektiv und effizient! Macht die richigen Übungen und macht sie auch richtig! Ihr könnt entweder stundenlang das Skript lesen oder es gleich richtig machen und die Übungen durchrechnen, die euch dann wirklich vorwärtsbringen. So könnt ihr in einer Woche mehr lernen und verstehen, als in einem ganzen Monat. 

3. Hört auf die Hinweise des Dozenten!

Die besten Hinweise für die Klausur gibt oft der Dozent selbst. Man muss also nur genau hinhören, was er sagt. Ist doch logisch, werden jetzt viele von euch denken. Tatsächlich kann es aber durchaus vorkommen, dass dem einen oder anderen so ein dezent gesetzter Hinweis durch die Lappen geht. Ein im Nebensatz erwähntes: "... und eine Quelle zu nennen, wäre auch nicht schlecht." wird gerne mal überhört, kann aber entscheidend sein oder zumindest zu einer besseren Note führen. Einige Dozenten haben anscheinend Angst, zu viel zu verraten und wiederholen solche Hinweise meist nicht oft oder denken einfach selbst nicht dran. Ein "Er/Sie hat das nur einmal erwähnt, das wird schon nicht so wichtig sein." ist hier die falsche Einstellung. Nur weil ein Dozent eine Aussage nicht mehr wiederholt, ist sie deswegen noch lange nicht hinfällig! Die besten Hinweise bekommt man selbstverständlich in der Stunde vor der Klausur. Diese sollte deshalb auch unter keinen Umständen geschwänzt werden. Sollte man es dennoch nicht schaffen hinzugehen, aus welchem Grund auch immer, sollte man sicherstellen, dass man die Informationen von anderen Studenten bekommt. Dazu passend Punkt 4:

4. Wer nehmen will, muss auch geben!

Dezente Hinweise von Dozenten können einem durchaus mal irgendwie durchrutschen. Glücklicherweise sitzt man in den Vorlesungen und Seminaren nicht alleine da, irgendwer wird schon etwas aufgeschnappt haben. Wenn ihr die Glücklichen seid: Freut euch und verkündet die frohe Botschaft! Denn: wer selbst Infos bekommen will, sollte auch mit den eigenen rausrücken. Egoismus ist hier fehl am Platz und führt im schlimmsten Fall nur dazu, dass euch irgendwann niemand mehr Infos zusteckt. (Ja, ich glaube in dieser Hinsicht fest an die Kraft von Karma!) Ihr werdet sehen, wenn ihr Infos weitergibt, bekommt ihr garantiert auch wichtige Infos zurück, die ihr mal überhört habt. Nützlich sind hier anfangs u. a. auch Facebook-Gruppen, weil hier auch Infos weitergegeben oder Fragen geklärt werden. Ohne Facebook geht es selbstverständlich auch, irgendwer sagt einem immer etwas weiter. Ihr seht: es ist ein ständiges Nehmen und Geben. 

5. Werdet nicht unverschämt!

Um dieses freundschaftliche Geben und Nehmen auch weiterhin zu gewährleisten, solltet ihr dieses nicht ausnutzen oder überstrapazieren. Wenn ihr mal in eine Vorlesung nicht hingehen wollt oder könnt, ist das kein Problem, in der Regel helfen sich Kommilitonen gerne aus. Aus Faulheit die Vorlesung öfter oder komplett zu schwänzen und hinterher die Kommilitonen anzupumpen, wird aber irgendwann einfach nur frech. Gerade in Vorlesungen, in denen es keine Skripte o. ä. gibt, sondern mitgeschrieben werden muss. Hier kann man sich die Inhalte nämlich nicht alleine Zuhause beibringen, wenn man nicht weiß, was dran war. Die anderen müssen ihren Kram schließlich auch neben der Klausur irgendwie unterbringen, da werdet ihr das auch können. 

6. "Was für Infos bitte?!"

Ich rede hier die ganze Zeit von Infos und Hinweisen, vielleicht wäre es gut, einmal zu sagen, was genau ich meine. Die Hinweise habe ich ja unter Punkt 3 schon erklärt: alles, was ein Dozent im Hinblick auf die Klausur sagt, also worauf er seinen Fokus setzt, was seine Erwartungen sind, was unbedingt in der Klausur erwähnt werden sollte.
Mit Infos meine ich auch Dokumente wie Altklausuren, Probeklausuren o. ä. Gerade in meinem Wirtschaftsstudium kursierten immer wieder Altklausuren durchs Netz oder wurden unter den Studenten weitergereicht. Hier könnt hier sehen (sofern ihr nicht gerade einen neuen Dozenten erwischt habt), was für Fragen öfter auftauchen oder wie die Fragen gestellt sind. In meinem jetztigen Studiengang Geschichte/Germanistik ist es sehr praktisch, dass es (im Gegensatz zu Wirtschaftswissenschaften) keinen vorgeschriebenen Stundenplan gibt. Der Austausch zwischen Erstsemestern und Studenten aus höheren Semestern ist so viel einfacher. Die Chance, dass ihr auf jemanden trifft, der schon eine Prüfung in dem Modul abgelegt hat, dass ihr gerade belegt habt, ist ziemlich groß. Ergreift die Chance und lasst euch Tipps geben: Was für Fragen kamen dran? Was wurde erwartet? etc...


7. Wenn schon schwänzen, dann richtig.

Ich gehöre ja eher zu den Studenten, die das schlechte Gewissen plagt, wenn ich zu einer Vorlesung nicht hingehe. Trotzdem habe auch ich schon öfter mal geschwänzt. Besonders in der Prüfungsphase wird die Zeit zum Ende hin einfach manchmal knapp und anstatt die Zeit in einer Vorlesung zu verbringen, aus der man eh nichts mitnimmt, die einem nicht gefällt oder die nicht klausurrelevant ist, würde man oft doch lieber lernen. Seien wir ehrlich, jeder wird früher oder später schwänzen, was ich euch aber sagen will: schwänzt wenn schon die Vorlesungen oder Seminare, die nicht so wichtig sind oder die ihr irgendwie nachholen könnt. Klausurvorbereitungsstunden sollten möglichst immer besucht werden. 

8. Auswendiglernen mit Singen, Kürzen und Akzentuieren:

"Das müsst ihr nicht stumpf auswendig lernen, sondern verstehen!" Ja, nee, ist klar. In manchen Fächern wie Mathe mag das durchaus stimmen ( da greift Tipp 2!), in vielen Fächern gilt, entgegengesetzt der Meinung der Dozenten: Auswendiglernen, Auswendiglernen, Auswendiglernen. Das muss aber gar nicht mal so schwer sein. Ihr habt Sätze oder Stichpunkte, die ihr auswendig in der Klausur wiedergeben müsst? Dann probiert es doch mal mit Singen und/oder Akzentuieren. Klingt im ersten Moment zwar komisch, ist aber sehr effektiv. Setzt die Stichpunkte einfach über eine Melodie, die ihr kennt oder spricht den Satz abstrus akzentuiert mehrmals hintereinander aus. Ihr merkt schnell, umso komischer die Aussprache oder der Gesang, umso leichter merkt ihr euch die Stichpunkte! Gestaltet euch quasi euren eigenen Ohrwurm, eurer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Sollten die Stichpunkte zu lang sein, können es auch nur die Anfangsbuchstaben sein. Im besten Fall ergeben sie ein Wort, dass ihr euch merken könnt. Ansonsten auch hier: komisch vorsingen oder aussprechen und  - schwupps! - bleibt's im Gedächtnis.

9. Zusammenfassungen schreiben: ja oder nein?

Schwierig. Ich selbst nehme es mir ziemlich oft vor, aber wirklich klappen tut das nicht immer. Ihr müsst ehrlich sein: Helfen euch die Zusammenfassungen weiter? Lernt ihr WIRKLICH bereits beim Zusammenfassen oder verschwendet ihr eigentlich nur Zeit? Manchmal sind die Skripte der Dozenten schon wirklich gut, sodass es einfach Sinn macht, aus diesen zu lernen. Zusammenfassungen machen meines Erachtens nur Sinn, wenn man dann auch wirklich nur mit diesen lernen muss und nicht jede Weile noch das Skript für Ergänzungen hinzunehmen muss. Sinnlos sind Zusammenfassungen, wenn man anschließend nur aus dem Skript lernt und die eigenen Zusammenfassungen ungelesen in der Ecke verrotten. Alternativ könnt ihr, wenn ihr euch eh schon die Mühe macht/machen wollt, auch Lernplakate schreiben, die ihr euch an die Wand hängt. Ist aber wie gesagt eher aufwendig und wenig Last-Minute tauglich. 

10. Eure Lernatmosphäre kennen

Es gibt Studenten, die lernen am liebsten in der Bib und es gibt Studenten, die lernen am liebsten Zuhause. Entscheidet selbst, wo ihr am effizientesten (!) lernt und wo ihr eventuell nur eure Zeit verschwendet. Es mag sich löblich anhören, wenn ihr 8 Stunden in der Bib sitzt. Wenn ihr in dieser Zeit aber gefühlt nur ans Schlafen gedacht habt, 100mal euer Skript durchgelesen habt, ohne etwas zu verstehen oder euch von anderen Kommilitonen habt ablenken lassen, sind diese 8 Stunden nicht halb so effizient, wie 2 hochkonzentrierte Stunden Zuhause (und andersherum!). Ich selbst präferiere am liebsten mein Zuhause. Warum? Ich wohne alleine, es ist also noch ruhiger als in der Bib, ich kann essen und trinken wann ich will, ich kann mich hinlegen und schlafen wann ich will. Letzteres ist für mich besonders wichtig. In der Bib würde ich wohl einfach stumpf weiterlernen, Zuhause mache ich so viele und so lange (!) Pausen wie ich will. Außerdem lerne ich einfach am liebsten im Bett (kann auch nicht jeder). Hier ist aber jeder verschieden. Seid ehrlich zu euch selbst und lernt dort, wo ihr am meisten aus euch rausholt - und nicht da, wo ihr am längsten am Schreibtisch sitzen bleibt.

11. Alleine lernen oder mit anderen?

Zugegeben: wenn ich mit anderen lerne, bleibe ich länger bei der Sache und die Zeit vergeht deutlich schneller. Nachteil: die Ablenkung ist, wenn niemand Lust hat, ungemein hoch. Nachher weiß man vielleicht den neuesten Klatsch und Tratsch, aber die Antwort auf die Frage, ob der f-Laut ein stimmloser, labiodentaler oder alveolarer Frikativ ist, bleibt da gerne mal auf der Strecke. Ich persönlich lerne lieber alleine, weil ich mir die Zeiten, zu denen ich lerne, selbst aussuchen kann. 


Ich hoffe, für den einen oder anderen euch ist ein nützlicher Tipp oder Hinweis dabei. Ich weiß, wenn man in der Prüfungsphase nach solchen Tipps sucht, sucht man insgeheim nach DEM EINEN HINWEIS, der alles besser machen soll. Die traurige Wahrheit ist: diesen einen Hinweis gibt es leider nicht. Wer sich nicht hinsetzt und etwas tut, wird es in der Klausur schwer haben. Ich persönlich finde es einfach am wichtigsten, auf sich selbst zu hören. Klar klingt es toll, wenn man sich morgens um 8 Uhr an den Schreibtisch setzt, bis 18 Uhr abends lernt und dann mit gutem Gewissen den Feierabend einläutet. 
Ich persönlich lerne eher wenig am Stück, dafür aber immer mal zwischendrin, es gibt bei mir sozusagen keinen Feierabend, dafür aber sehr lange Pausen. Mein Rhythmus ist also komplett chaotisch - und trotzdem klappt es. 

Wie lernt ihr eigentlich am besten? Seid ihr sehr strukturiert oder eher so chaotisch wie ich? 
Schreibt ihr ToDo-Listen oder wäre das nur Zeitverschwendung? Wie schätzt ihr euer Lernverhalten ein?

Sonntag, 3. Juli 2016

[Plauderei in der Studentenstube] Weil es ja alles doch keinen Sinn hat...


... und ich sowieso keinen einzigen Post veröffentliche, verabschiede ich mich (mal wieder) offiziell in die Prüfungspause. Ich rechne damit, dass ich mich spätestens am 18.07. wieder zurückmelde. Vielleicht habe ich bis dahin auch mal wieder etwas Buchiges zu erzählen. Bis jetzt ist es nämlich immer noch dasselbe: mit „Anna Karenina" bin ich immer noch nicht durch, obwohl mir das Buch weiterhin viel Freude bereitet. Aber momentan sind meine Gedanken einfach komplett woanders. 
Ich hoffe gleichzeitig, dass ich nach meiner Pause wieder mehr Lust auf Bücher und Bloggen allgemein habe, momentan sieht es nämlich leider ein wenig mau aus. Hoffen wir mal, dass es einfach an den vielen anderen Dingen liegt, die ich momentan zu habe. 
Also, bis dahin! Lasst es euch gut gehen und genießt den Juli!